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  • Anna K.

Säure-Basen-Gleichgewicht im Körper

Aktualisiert: Feb 5

In unserem Organismus laufen unentwegt chemische Prozesse ab. Sie bestimmen das Stoffwechselgeschehen und die Tätigkeit aller lebensnotwendigen Körpervorgänge. Damit alles reibungslos funktioniert, muss in den Körperflüssigkeiten und im Inneren der Körperzellen ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Säuren und Basen bestehen. Weil dieses Gleichgewicht der Säfte so elementar wichtig ist, hat unser Körper gleich mehrere Regulationsmöglichkeiten parat, um nicht aus der Balance zu geraten.


Was sind Säuren und Basen?


Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Säuren und Basen. Überwiegen in einer Lösung die Säuren (H+Ionen), dann ist sie sauer. Sind dagegen die Basen(OH-Ionen) überwiegend, reagiert die Flüssigkeit basisch.


Wie dein Körper seinen Säure-Basen Haushalt reguliert


Um diese meisterhafte Aufgabe zu bewältigen, hat sich unser Körper mehrere Regularien zu eigen gemacht, die dem Organismus erlauben das Gleichgewicht zwischen Säuren und Basen aufrecht zu erhalten.


Unser Körper reagiert sehr empfindlich auf Schwankungen des Säure-Basen Haushalts. Schon geringe Differenzen können zu Symptomen und Krankheiten führen. Der Säuregrad im Organismus wirkt sich auf die Beschaffenheit der Eiweißmoleküle, die Struktur der Zellbestandteile und die Durchlässigkeit der Membranen (Zellwände) an den Körperzellen aus.


Du kannst den Prozess der Entsäuerung beschleunigen, indem du dich regelmäßig bewegst und dich vorwiegend von basischen Lebensmitteln ernährst.


Übersäuerung durch Ernährung


Unsere Ernährung spielt bei der Verteilung von Säuren und Basen eine entscheidende Rolle. Je nach Lebensstil führen wir unserem Körper mehr Säuren bzw. Basen zu. Besteht deine Ernährung beispielsweise überschüssig aus Säurebildnern, kann das dazu führen, dass dein Körper die überschüssigen Säuren in dein Fettgewebe auslagert, um die Balance zwischen Säuren und Basen zu halten.


Dieser Vorgang ist ganz natürlich und dient als Schutzmechanismus. Daraus resultiert aber folgendes Problem:


Sobald wir unsere Kalorienzufuhr reduzieren, beginnt unser Körper aus gespeichertem Körperfett Energie zu gewinnen. Dabei werden die gespeicherten Säuren freigesetzt und gefährden das Säure - Basen Gleichgewicht in unserem Organismus.


Da unser Körper nur eine bestimmte Menge an Säuren in einer gewissen Zeit abbauen kann, werden infolgedessen Wassereinlagerungen gebildet, in denen die freigesetzten Säuren eingelagert werden.


Du verlierst also eigentlich überschüssiges Körperfett, welches aber aufgrund des Säureüberschusses direkt durch Wassereinlagerungen ersetzt wird.

Dieses Geschehen wird dann oft so ausgedrückt: „Ich versuche abzunehmen, verliere aber kein Gewicht mehr“. Sobald dein Körper die überschüssigen Säuren abgebaut hat, verschwinden auch die Wassereinlagerungen und das spiegelt sich auf der Waage wieder.


Balance durch basische Ernährung


Es ist wichtig sich ausgewogen zu ernähren und sich bewusst auch mal etwas, z. B. deine Lieblingssüßigkeit, zu gönnen. Dafür gibt eine einfache Faustregel, mit der du deinem Körper helfen kannst, das Gleichgewicht zu halten: Unsere 70-20-10 Methode. Diese besagt, dass deine Nahrung zu 70 % aus Basenbildnern und aus 20 % guten Säurebildnern bestehen sollte. Damit du auf nichts verzichten musst, kann deine Ernährung außerdem 10 % an "schlechten sauren Lebensmitteln" enthalten, sodass du auch weiterhin in Ruhe deinen Kaffee am Morgen trinken oder hin und wieder eine Kleinigkeit naschen kannst.



Bei deinem nächsten Einkauf kannst du dich an unserer Einkaufsliste zu einer ausgewogenen Ernährung orientieren.


Basische Lebensmittel

  • Obst: alle Sorten, auch getrocknetes Obst – allerdings ungeschwefelt und ungesüßt

  • Smoothies: solange sie aus frischen Früchten und Gemüse hergestellt werden und ohne Zuckerzusatz sind

  • Gemüse und Salate

  • Pilze und Algen

  • Wildkräuter und Kräuter

  • Sprossen: alle gekeimten Sorten

  • Mandeln und Kokosnüsse: alle Steinfrüchte gehören zu den basischen Lebensmitteln

  • Erdmandeln: Die süßlich schmeckende Erdmandel ist eigentlich die Knolle eines Grasgewächses.

  • Esskastanie: Als einzige echte Nuss ist sie basisch.

  • Lupineneiweiß: ist als einzige pflanzliche Eiweißquelle basisch

  • Kräutertees (Achtung: keine Früchtetees!)

Gute saure Lebensmittel

  • ​Hülsenfrüchte: sind in Maßen genossen eine gute pflanzliche Eiweissquelle

  • Vollkorngetreide: alle, ausser Weizen

  • Pseudogetreide: Dazu gehören Quinoa (eiweißreich) und Amaranth.

  • Saaten: ungekeimt

  • Fleisch aus artgerechter, biologischer Haltung

  • Pflanzliche Proteinpulver

  • Tofu: nur Bio-Tofu ohne bedenkliche Zusatzstoffe

  • Grüner Tee

  • Lupinenkaffee


Schlechte saure Lebensmittel

  • Fisch, Fleisch und Wurstwaren: aus konventioneller Haltung

  • Milchprodukte: mit Ausnahme von Sahne, Butter und Ghee, die als neutral einzustufen sind

  • Fertigprodukte

  • Essig: alle, bis auf Bio-Apfelessig

  • Auszugsmehle / weiße Mehle

  • Industriezucker

  • Lebensmittelzusatzstoffe

  • Kaffee, Früchtetee, Softdrinks und Alkohol

  • Süßigkeiten

Solltest du schon an einer Übersäuerung leiden, wird es einige Zeit dauern, bis dein Körper die eingelagerte Säure ausleiten kann. Bleib geduldig und versuche dich überwiegen basisch zu ernähren.


Fastic Tipp

Du kannst den Prozess des Entsäuerns beschleunigen, indem du dich regelmäßig bewegst und dich an unsere 70 - 20 - 10 Methode hältst.

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